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Mit uns auf dem richtigen Weg - Richtung Schwammstadt!

Extreme Hitzeperioden, Starkregen, trockene Sommer – unsere Städte stehen aufgrund des Klimawandels vor neuen Herausforderungen. Damit Dietzenbach klimangepasst wird und auch in Zukunft lebenswert bleibt, gehen wir einen konsequenten Weg: Wir entwickeln unsere Stadt Schritt für Schritt zur Schwammstadt. 

Was ist eine Schwammstadt?

Eine Schwammstadt funktioniert genauso, wie der Name klingt: Sie „saugt“ Regenwasser auf, speichert es und gibt es bei Bedarf langsam wieder an die Umwelt, die Entwässerungssysteme (Kanalisation) oder das Grundwasser ab. Durch Grünflächen, entsiegelte Bereiche und eine intelligente Regenwasserbewirtschaftung entsteht ein natürlicher Wasserspeicher mitten in der Stadt.

Das Ergebnis: mehr Grün, kühlere Temperaturen, weniger Überflutungsrisiken – und insgesamt ein angenehmeres Stadtklima.

Vorteile auf einen Blick

  • Hitzeschutz: Bäume, Pflanzen, Grünflächen und durchlässige Böden/weniger versiegelte Oberflächen kühlen ihre Umgebung spürbar ab.
  • Regenschutz: Bei Starkregen können die umgestalteten Oberflächen mehr Wasser aufnehmen – Straßen und Keller bleiben besser geschützt, das Kanalsystem wird entlastet.
  • Mehr Lebensqualität: Grünflächen schaffen Aufenthaltsqualität, laden zum Verweilen ein und verbessern die Luft.
  • Bessere Biodiversität: Pflanzen, Insekten und Tiere finden neue Lebensräume mitten in der Stadt.
  • Nachhaltiges Wassermanagement: Regenwasser wird zum wertvollen ökologischen „Rohstoff“. Es wird in der Stadt gehalten/zwischengespeichert anstatt schnell in Gewässer abgeleitet zu werden und dort erstens Hochwasserwellen zu produzieren und zweitens der Stadt nicht mehr als kühlendes Element zur Verfügung zu stehen

Was bedeutet das für uns?

Wir müssen uns gemeinsam Gedanken über die zahlreichen vollversiegelten Flächen im gesamten Stadtgebiet – sowohl auf öffentlichen als auch auf privaten Grundstücken – machen und schrittweise sinnvolle Umgestaltungen anstoßen.

Schritt für Schritt – Aktuelle Baumaßnahmen

Wo ohnehin gebaut, saniert oder modernisiert wird, nutzen wir die Gelegenheit: Wir öffnen Straßen – und machen sie grüner. Statt Beton entsteht mehr Natur. Unterstützt wird dieses städtische Zukunftsprojekt von der Grünflächenabteilung der Städtischen Betriebe sowie von der Stadtverwaltung Dietzenbach. Bepflanzungen durch die Städtischen Betriebe können aufgrund der Vegetationsperiode jedoch erst im Frühjahr erfolgen.


  • Westendstraße (Hausnr. 33-51) Im Rahmen einer Straßensanierung setzen wir in der Westendstraße eine weitere wichtige Maßnahme nach dem „Schwammstadt-Prinzip“ um. Anstatt der ursprünglich geplanten Asphaltierung der Parkstreifen wird dort eine ökologisch wertvolle Entsiegelung durchgeführt.

Status: Die Bauarbeiten sind bereits angelaufen. In Abstimmung mit der Stadt und dem Ordnungsamt werden ca. 150 m² Asphaltfläche entfernt.

Maßnahme: Einbau von speziellem Rillenfugenpflaster mit begrünten Fugen auf einer Gesamtlänge von rund 75 Metern.

Vorteil: Diese Maßnahme entlastet die Kanalhydraulik deutlich und ist zudem äußerst wirtschaftlich: Die Entsiegelung kostet nur einen Bruchteil dessen, was ein klassischer Kanalausbau in offener Bauweise verursachen würde. Gleichzeitig wird die Versickerung von Regenwasser vor Ort gefördert.


  • Rodgaustraße / Kindäcker Weg

Im Zuge der Erneuerung der Fernwärmeleitungen durch die ENO wurde die bestehende Grünfläche an der Einmündung zum Kindäcker Weg vergrößert. Ziel ist es, einen Bereich zu schaffen, der das Stadtbild aufwertet und die Regenwasseraufnahme verbessert.

Status: Die bauliche Erweiterung der Fläche wurde bereits Anfang April 2026 erfolgreich abgeschlossen.

Nächste Schritte: Bis Ende Mai bereiten die Städtischen Betriebe den Boden für die finale Ansaat vor.


  • Kreisel Rodgaustraße / Offenbacher Straße

Auch im Bereich des Kreisels an der Offenbacher Straße werden die ökologischen Ausgleichsflächen finalisiert, um die Biodiversität im Stadtgebiet zu fördern.

Status: Die Vorbereitungen der neuen Grünflächen laufen nach Plan.

Nächste Schritte: Bis Mitte Mai werden die Flächen für die Ansaat vorbereitet, welche im Anschluss durch die Städtischen Betriebe durchgeführt wird.


  • Alfred-Nobel-Straße

Im Rahmen der Wiederherstellung der großen Westnetz-Kabeltrasse wurde eine bedeutende Entsiegelungsmaßnahme durchgeführt. Zwischen der Justus-von-Liebig-Straße und der Messenhäuser Straße wurden rund 300 Quadratmeter Asphalt entfernt und in neue Grünfläche umgewandelt, um zur Abkühlung des Quartiers beizutragen.

Status: Die Entsiegelungsarbeiten wurden bereits im Dezember 2025 fertiggestellt.

Nächste Schritte: Auch hier erfolgt bis Ende Mai die Vorbereitung der Flächen, sodass die Ansaat durch die Städtischen Betriebe zeitnah durchgeführt werden kann.